VERANSTALTUNGEN

Veranstaltungsplakat: Shot in the Dark. Imagination, Fotografie, Film. 12. - 24. Januar

Nach dem erfolgreichen Start der Ausstellung und des Films >Shot In The Dark< in Berlin geht es nun ab 27. Februar weiter in der Zentralbibliothek in Hamburg mit Ausstellung, Filmvorführung und Workshop (veranstaltet von Grauwert – Büro für Inklusion und demografiefeste Lösungen, der Zentralbibliothek Bücherhallen Hamburg und dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V.) Und ab 7. März in Prag beim One World Festival wird Bruce Hall (Orange County, Kalifornien) zu Gast sein zur Internationalen Filmpremiere und zur Vernissage der Ausstellung dort. Bruce Hall wird dort auch einen Workshop geben mit dem Titel »Many times the things most alien and unknown to you are the things closest to you«.

Dienstag 7.3., 19 Uhr, Screening Shot in the Dark in der Zentralbibliothek Hamburg Bücherhallen, Hühnerposten 1, 20097 Hamburg. Vorher kurze Führung durch die Ausstellung (18 Uhr).

Montag, 6.3., 17 Uhr, Workshop »Fotografie aus einem anderen Blickwinkel« für blinde, sehbehinderte und sehende Teilnehmerinnen. Mit Mathias Knigge und den Fotografen Odile Hain und Christian Ohrens in der Zentralbibliothek Hamburg Bücherhallen, Hühnerposten 1, 20097 Hamburg. Anmeldung unter mail@grauwert.info

Montag, 27.2., 18 Uhr, Vernissage der Ausstellung mit Arbeiten von Sonia Soberats, Bruce Hall und Pete Eckert in der Zentralbibliothek Hamburg Bücherhallen, Hühnerposten 1, 20097 Hamburg. Die Ausstellung bleibt bis zum 8. März Mo – Sa geöffnet von 11 – 19 Uhr. Die Ausstellung wird in Zusammmenarbeit mit der Hamburger Zentralbibliothek veranstaltet von grauwert , Design für Alle e.V. und dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg BSVH.

Dienstag, 24.1., 20 Uhr, Filmvorführung Ich sehe was, was du nicht siehst (35 Min.) mit Protagonist Jan Meuel und Regisseurin Vivien Hartmann (angefragt). Shot In The Dark (79 Min.) mit Regisseur Frank Amann. Jeweils mit kurzem Q&A. Villa Neukölln, Herrmannstr. 233, 12049 Berlin (Neukölln)

Montag, 23.1., 20 Uhr, Konzert im Dunkeln. »Die Planung« bildet an diesem Abend ein Ensemble aus blinden, sehbehinderten und sehenden Musiker*innen, das live mit Klanglandschaften und Songs durch vollständige Dunkelheit führt. Das Publikum wird in den dunklen Saal geleitet. Claudia Fierke (Filmmusikerin) Gitarre, Computer und Gesang; Alexandra Reinshagen (Saxofonistin) Saxofon, Sounds und Gesang; Steffen Nitzel (Berliner Resident DJ) Sounddesign und Gesang,  Felix Höge: Tontechnik. Villa Neukölln, Herrmannstr. 233, 12049 Berlin (Neukölln)

Samstag, 21.1., 17 Uhr, Hamburg-Premiere des Films Shot In The Dark mit den ProtagonistInnen Sonia Soberats und Bruce Hall und dem Regisseur Frank Amann. Anschließend Filmgespräch mit Sonia Soberats und Bruce Hall. im Abaton-Kino, Allendeplatz 3, 20146 Hamburg, Eintritt 8 Euro, ermäßigt 7,50 Euro

Freitag, 20.1., 18 Uhr, Filmvorführung Shot In The Dark mit den Protagonist*innen Sonia Soberats und Bruce Hall, sowie dem Regisseur Frank Amann, anschließend Filmgespräch im Kino in der Brotfabrik, Caligariplatz 1, 13086 Berlin (Weißensee).

Donnerstag, 19.1., 20 Uhr, Berlin-Premiere des Films Shot In The Dark mit den Protagonist*innen Sonia Soberats und Bruce Hall, dem Regisseur Frank Amann sowie mit Mitgliedern des Filmteams. Filmgespräch mit Sonia Soberats und Bruce Hall. Anschließend legt Michael Freerix im Café des Eiszeit-Kinos auf. Eiszeit Kino, Zeughofstr. 20, 10997 Berlin

Mittwoch, 18.1., 20 Uhr, Filmpremiere des Films Shot In The Dark mit den Protagonist*innen Sonia Soberats und Bruce Hall, dem Regisseur Frank Amann und mit Mitgliedern des Filmteams sowie des Audiodeskriptionsteams. Anschließend Filmgespräch mit Sonia Soberats und Bruce Hall. Odeon-Kino, Severinstraße 81, 50678 Köln. Kartenvorbestellungen sind telefonisch möglich unter 0221 313110. Eintritt 7 Euro, ermäßigt 6 Euro.

Dienstag, 17.1., 19 Uhr Finissage der Ausstellung Shot In The Dark mit Fotografien von Sonia Soberats, Bruce Hall und Pete Eckert. Künstlergespräch mit Bruce Hall (Orange County, Kalifornien). Moderation: Kate Brehme. Brotfabrik Galerie, Caligariplatz 1, 13086 Berlin (Weißensee). Eintritt frei.

Sonntag, 15.1., 19 Uhr, Sneak Preview des Films Shot In The Dark. Anschließend Diskussion zum Thema Das Fotografische und das innere Auge mit blinden und sehenden Podiumsteilnehmer*innen. Auf dem Podium: Gerald Pirner (Kunst-Essayist, Berlin), Andrea Gnam (Fotografie-Historikerin, Karlsruhe und Wien) und Frank Amann (Regisseur und Kameramann, Berlin). Moderation: Lena Hoffmann. Bei allen Vorführungen ist die Audiodeskription des Films Shot In The Dark über die App Greta verfügbar. Spektrum – art science community, Bürknerstr. 12, 12047 Berlin (Kreuzkölln) Eintritt: 6 – 10 Euro, je nach eigener Einschätzung.

Samstag, 14.1. und Sonntag 15.1. (ganztägig), Fotografie- und Lightpainting-Workshop für blinde, sehbehinderte und sehende TeilnehmerInnen unter der Leitung von Sonia Soberats und Mila Teshaieva. Brotfabrik Galerie, Caligariplatz 1, 13086 Berlin (Weißensee). Teilnahmegebühr: 50 Euro. Die Gebühr schließt das Mittagessen und einen Print auf Fine Arts Papier ein. Um Voranmeldung wird gebeten unter kontakt@shotinthedark-film.com

Freitag, 13.1., 19 Uhr Vernissage der Ausstellung Shot In The Dark mit Fotografien von Sonia Soberats, Bruce Hall und Pete Eckert. Künstlergespräch mit Sonia Soberats (New York). Moderation: Kate Brehme. Brotfabrik Galerie, Caligariplatz 1, 13086 Berlin (Weißensee). Eintritt frei.

Eine Veranstaltungsreihe der Vereine Laboratorium e.V., Glashaus e.V. und WIM e.V. (Werkstatt für interkulturelle Medienarbeit). Organisation: Lena Hoffmann, Jan Meuel, Gerald Pirner, Heidi Prenner, Andi Weiland, Frank Amann. Mit freundlicher Unterstützung der Amerikanischen Botschaft, des Berliner Senats, des Kulturamts Berlin-Pankow, der Aktion Mensch, der Checkpoint Charlie Stiftung, der d’mage Print-Manufaktur, der Plakat-Kultur sowie der Weltfilm-Filmproduktion. With a little help of our friends at Sozialhelden e.V. (Judyta, Lilian und Andi), Bildargumente, dFacts, Allgemeiner Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin e.V. (Jan und Paloma), Design für alle e.V. (Mathias) und Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V.

alle Logos der Sponsoren und Unterstützer unserer Veranstaltungsreihe

(Stand 28.12.16)

Für alle Vorführungen des Films Shot In The Dark sind sowohl eine Audiodeskription über die App Greta als auch erweiterete Untertitel über die App Starks verfügbar. Wir bemühen uns bei den Veranstaltungsorten darum, Barrieren zu vermeiden bzw. zu verringern. Detailliertere Informationen zur Barriefreiheit unserer Veranstaltungsorte.

AkteurInnen

Sonia Soberats

Geb. 1934 in Caracas (Venezuela), lebt und arbeitet in New York
Sonia Soberats verliert im Alter von 57 Jahren ihr Augenlicht und wendet sich danach der visuellen Kunst, insbesondere der Fotografie, zu. Zuvor hat sie als Buchhalterin und Administratorin gearbeitet.
Sonia Soberats ist Mitglied des >Seeing With Photography Collective< New York.
Werkschau >La Visión Intransferible< in Caracas (Centro de Arte La Estancia)
Arbeiten von Sonia Soberats werden auch in der Sammelausstellung >Sight-Unseen< gezeigt (in diesem Jahr im Museum of Human Rights Winnipeg/ Kanada und dem Huntington Museum of Art in West Virginia)

 

Bruce Hall

Geb. 1953, lebt und arbeitet in Orange County (Kalifornien)
Bruce Hall ist seit Geburt stark sehbehindert (nach amerikanischer Rechtsprechung „legally blind“), er kann nur scharf sehen, was sich wenige Zentimeter vor seinem Auge befindet. Die Kamera und optische Instrumente werden ihm zum Fenster zur visuellen Welt. Bruce Hall taucht trotz Erblindung und macht sich zunächst einen Namen als Naturfotograf (vor allem Makrofotografie unter Wasser). Jetzt fotografiert er vorwiegend seine autistischen Zwillingsöhne Jack und James, dazu ist gerade der Band „Immersed“ erschienen.
Arbeiten in der Permanent Collection der Library of Congress, Washington.
Fotoband: >Immersed. Our Experience With Autism<. (2016)
Arbeiten von Bruce Hall werden auch in der Sammelausstellung >Sight-Unseen< gezeigt (bereits neben den USA in Kanada, Mexiko, Venezuela, Korea, Russland und den Niederlanden, darunter im John F. Kennedy Center of the Performing Arts in Washington, dem Centro de la Imagen in Mexico City und dem Flacon Art Komplex in Moskau.)
www.brucehallphoto.com

 

Pete Eckert

Geb. 1956, lebt und arbeitet in Sacramento (Kalifornien)
Pete Eckert verlor während seines Studiums in einem Prozess von 12 Jahren das Augenlicht. Nach Arbeiten als Bildhauer und Installationskünstler wendet er sich der Fotografie zu. Er fotografiert nach wie vor analog mit einer adaptierten Mittelformatkamera. Schwarz-weiß-Fotografien entwickelt er selbst in einem umgebauten Fotolabor.
Award as Outstanding Artist für >Insight<, San Francisco (2003)
Erster Platz >Exposure Photography Competition< New York (2008)
Sein Motiv >Electro Man< wurde von den United Nations für die Briefmarkenserie >Breaking Barriers< ausgewählt (2013)
Ausstellung und Vortrag beim >Seoul Digital Forum< (2014)
Gelegentliche Werbeaufträge, u.a. für Swarovski-Schmuck.
Arbeiten von Pete Eckert werden ebenfalls in der Sammelausstellung >Sight-Unseen< gezeigt
www.peteeckert.com

 

Mila Teshaieva

Geb. 1974 in Kiew, lebt und arbeitet in Berlin sowie der Ukraine
Mila Teshaiva ist eine Fotografin und arbeitet bei einigen ihrer Projekte mit der Lightpainting-Technik,  die auch Sonia Soberats und Pete Eckert einsetzen.
Ausstellungen: Haggerty Museum of Art (2015), Musee Quai du Branly (2015), Blue Sky Gallery (Portland USA), Museum Kunst der Westküste, Insel Föhr (2016)
Fotobände: >Promising Waters< (Kehrer Verlag, 2013), >Faces And Stories Of Entrepreneurs< (Swiss Development and Cooperation 2015), >InselWesen< (Kehrer Verlag, 2016)
www.milateshaieva.com

 

Gerald Pirner

Kunst-Essayist, lebt und arbeitet in Berlin.
„Kunst mit dem ganzen Körper aufnehmen“, ist, wie er selbst es formuliert, der einzigartige Zugang des erblindeten Schriftstellers Gerald Pirner. Seine präzisen, reflektierten und zugleich spielerischen Essays zeugen davon.
>Berührte Zeit<, Tredition Verlag Hamburg 2015
www.geraldpirner.com

 

Andrea Gnam

Andrea Gnam schreibt Essays, Ausstellungskritiken, Einführungen zu künstlerischer Fotografie und Fotografiegeschichte für die Neue Zürcher Zeitung, Eikon und photonews. Lehrveranstaltungen zu Theorie und Geschichte der Fotografie an der HU Berlin, an der Universität Wien und der Kunstakademie Mainz. Mitglied der Deutschen Fotografischen Akademie (DFA) und der Deutschen Photographischen Gesellschaft.
www.andrea-gnam.de

 

Jan Meuel und Vivien Hartmann

Jan Meuel und Vivien Hartmann produzierten zusammen 2008 in Buenos Aires den Kurzfilm >Suerte< . 2014 entstand der kurze Dokumentarfilm >Ich sehe was, was du nicht siehst<, der Jan Meuels Erfahrung des Sehverlustes thematisiert. Jan Meuel ist Redakteur für hörfilm.info, Vivien Hartmann ist Dokumentarfilmregisseurin. (>Spree Hotel<, 2016)

 

Frank Amann

Kameramann und Regisseur, lebt und arbeitet in Berlin.
>Shot In The Dark< ist Frank Amanns erste Regiearbeit.
Kameraarbeiten: >Was uns bindet< (Kinodokumentarfilm, 90 Min., 2016), >Von jetzt an kein Zurück< (Kinospielfilm, 108 Min., Golden Iris Award Brussels European Filmfestival, 2014), >Wiedersehen mit Brundibar< (Kinodokumentarfilm, 90 Min., nominiert für den Prix Europa, 2012), >Camera Obscura< (Kinospielfilm 90 Min., Wettbewerb Karlovy Vary, 2010), >Nachtschichten< (Kinodokumentarfilm, 90 Min., Großer Dokumentarfilmpreis Diagonale Graz, 2010)
www.frank-amann.info

Lena Hoffmann

Lena Hoffmann ist Kultur- und Filmwissenschaftlerin. Sie schrieb ihre Masterarbeit zum Thema „Imaginationen des Nicht-Sehens“ und arbeitet als freischaffende Redakteurin, Projektmanagerin und Videoeditorin mit Schwerpunkt Barrierefreiheit und Inklusion im Bereich Medien und Kultur.

Kate Brehme

ist eine unabhängige australische Kuratorin, die als Gründerin des >Contemporary Arts Exchange< seit 2008 in Berlin lebt. In Schottland arbeitete sie zuvor mit der renommierten blinden Fotografin Rosita McKenzie zusammen. Kate Brehme ist außerdem Dozentin am Piet Zwart Institut in Rotterdam und am Center For Metropolitan Studies der Technischen Universität Berlin.

 

 

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